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Hängepartie für 500 Dachdecker in Hamburg

Schräge Lohnaussichten für Dachdecker: Trotz voller Auftragsbücher verweigern die Arbeitgeber faire Löhne (Foto: IG BAU).
Schräge Lohnaussichten für Dachdecker: Trotz voller Auftragsbücher verweigern die Arbeitgeber faire Löhne (Foto: IG BAU).
23.09.2018
Lohn-Schieflage auf heimischen Dächern: Die 470 Dachdecker in Hamburg müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten. "Obwohl der Bau-Boom auch den Dachdeckerbetrieben volle Auftragsbücher und gute Umsätze beschert, sperren sich die Arbeitgeber gegen ein längst überfälliges Lohn-Plus", kritisiert Hamburgs IG BAU-Vorsitzender Matthias Maurer.

Die IG BAU Hamburg fordert sechs Prozent mehr Geld für Dachdecker und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Bei einem Facharbeiter stünden damit 184 Euro pro Monat mehr auf dem Lohnzettel. In der letzten Tarifverhandlung hatten die Arbeitgeber jedoch lediglich ein minimales Plus auf dem Level der Inflationsrate geboten. Anspruch auf tarifliche Bezahlung haben Gewerkschaftsmitglieder, deren Firma Mitglied der Arbeitgeberinnung ist.

„Wenn das Dachdeckerhandwerk bei der Bezahlung nicht deutlich attraktiver wird, dann droht die Branche von der Lohnentwicklung abgehängt zu werden“, so Maurer. Dies verschärfe auch den Fachkräftemangel. Schon jetzt hätten die Betriebe massive Probleme, Spezialisten und Nachwuchs für die „Knochenjobs in der Höhe“ zu finden.
Die Gewerkschaft fordert den Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks dazu auf, in der jetzt anstehenden Schlichtung „endlich ein solides Lohn-Angebot“ vorzulegen. Andernfalls drohe das endgültige Scheitern des Tarifkonflikts.

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